ArbeitsGRUPPE Humusformen der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft


1976 gründete die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft den Arbeitskreis Humusformen auf Anregung von Prof. Mückenhausen als AK der Kommission V. Der AK erhielt die Aufgabe, die Gliederung der Humusformen systematisch weiterzuentwickeln und im Rahmen von Vorträgen und Exkursionen zur Ausbildung des bodenkundlichen Nachwuchses und zur Fortbildung der kartierenden Bodenkundler beizutragen. Erster Sprecher des AK war E. von Zezschwitz. Nach einer Satzungsänderung der DBG und Beschluss des Vorstandes wird im Januar der Arbeitskreis als Arbeitsgruppe Humusformen der Kommission III - Bodenbiologie - zugeordnet. Zur Zeit sind Christine Wachendorf und Gerhard Milbert Sprecherin und Sprecher der Arbeitsgruppe.

Der Stand der Humusformengliederung wird in den jeweils aktuellen Auflagen der Bodenkundlichen Kartieranleitung und der Forstlichen Standortsaufnahme veröffentlicht. Inzwischen hat die AG die bisherige Gliederung wesentlich übearbeitet. Auf höchstem systematischen Niveau wird der Wasserhaushalt berücksichtigt (aeromorph/aero-hydromorph/ hydromorph). Eine Gliederung in Abteilung/Klasse/ Typ/Subtyp und Varietät analog zur Gliederung der Böden wurde erreicht. Hierzu sind neue diagnostische Horizonte und Horizontfolgen definiert worden. Die Arbeitsergebnisses fließen in internationale Klassifikationen ein.

Die Arbeitsgruppe Humusformen empfiehlt, die Ansprache der Humusform auf niedrigem systematischen Niveau (Varietät und Subvarietät) mit einer Zustandsstufe des Oberbodens als zusätzlicher qualifizierender und quantifizierender Kennzeichnung zu verbinden. Dadurch sollen aktuell ablaufende Prozesse der Streuzersetzung charakterisiert werden, welche sich noch nicht in den makroskopisch erkennbaren Merkmalen des Humusprofils zeigen.

Große Defizite bestehen nach wie vor bei der Beschreibung und Gliederung von Humusformen auf feuchten, nassen und dauernassen Standorten sowie bei der Beschreibung und Gliederung von Offenland-Humusformen. Die Arbeitsgruppe sieht seine Hauptaufgabe im Abbau dieser Defizite in den kommenden Jahren.

Die folgenden Texte ermöglichen einen Überblick:

Jahresrückblick 2005

Jahresrückblick 2003

Diagnostische Horizonte der Humusformengliederung

Kolloquium Blankenrode 2000

Kolloquium Pevestorf 2003

Workshop Pevestorf 2004

Statusbericht